Warum „offene“ und „geschlossene“ Gruppe

Ein wichtiger Hinweis vorab – wir sehen dich!

Wir wissen, dass der Begriff „geschlossene Gruppe“ auf den ersten Blick wie eine Ablehnung wirken kann – und uns ist sehr bewusst, dass das für viele Menschen mit ADHS, die möglicherweise mit RSD (Rejection Sensitive Dysphoria) kämpfen, ein echtes und schmerzhaftes Gefühl auslösen kann. Uns liegt absolut fern, Menschen auszuschließen.

Die geschlossene Gruppe ist keine Frage von Sympathie, Bewertung oder davon, wer „gut genug“ ist. Sie ist schlicht eine organisatorische Notwendigkeit – denn eine Gruppe, die zu groß wird, verliert genau das, was sie so wertvoll macht: den geschützten Rahmen, das gegenseitige Vertrauen und die Tiefe, die über lange Zeit gewachsen ist.

Wer noch nicht Teil der geschlossenen Gruppe ist, wird von uns nicht als weniger wichtig wahrgenommen. Im Gegenteil: Die offene Gruppe ist ein lebendiger, herzlicher Ort, an dem echte Verbindungen entstehen – und der Ausgangspunkt für alle, die vielleicht irgendwann nachrücken möchten.

Wir danken euch für euer Verständnis!

Die Offene Gruppe (Nachmittags)

Die offene Gruppe richtet sich an alle, die Interesse an Austausch, Begegnung und gegenseitiger Unterstützung rund um das Thema ADHS haben. Sie findet nachmittags statt und bietet die Möglichkeit, unsere Selbsthilfegruppe kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

  • Wann und wie: Die Treffen finden nachmittags statt und werden von erfahrenen Mitgliedern aus unserer geschlossenen Gruppe moderiert.
  • Für wen: Für alle Betroffenen, die Austausch suchen – egal, ob du neu diagnostiziert bist, einen Verdacht hast oder schon länger mit ADHS lebst. Auch Angehörige, die mehr über ADHS erfahren möchten, sind herzlich Willkommen.
  • Das Ziel: Ein ungezwungener Rahmen, um Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und sich gegenseitig im Alltag zu stärken.

Hier geht es zur Anmeldung.

Die Geschlossene Gruppe (Vormittags)

Die geschlossene Gruppe besteht aus einem festen Personenstamm. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen sich bereits seit einigen Jahren, wodurch ein sehr vertrautes und tiefes Miteinander entstanden ist.

  • Wann und wie:  Die Treffen finden vormittags statt. Die Austausch-Gruppe gestaltet die Treffen wie nachmittags auch, nur eben zwischen Personen, die sich schon kennen.
    In der Workshop-Gruppe werden Workshops durchgearbeitet. Dies ist in der offenen Gruppe aufgrund der wechselnden Gruppenzusammenstellungen nicht umsetzbar.
  • Organisation & Moderation: Ein Teil dieser Gruppe engagiert sich über die Treffen hinaus im Hintergrund. Sie übernehmen organisatorische Aufgaben rund um die Selbsthilfegruppe und leiten als Moderatorinnen und Moderatoren unsere offenen Nachmittagsgruppen.
  • Kapazität: Um die Vertrautheit und die Gruppendynamik zu wahren, soll diese Gruppe nicht zu groß werden. Aktuell haben wir hier die Kapazitätsgrenze erreicht.

Kann man in die geschlossene Gruppe wechseln?

Ja, das ist grundsätzlich möglich! Da die Plätze in der geschlossenen Gruppe jedoch begrenzt sind, gibt es dafür Voraussetzungen:

  • Regelmäßigkeit: Du nimmst bereits sehr konsequent und regelmäßig seit mindestens 6 Monaten an unserer offenen Gruppe teil.
  • Bereitschaft zu mehr als nur „teilzunehmen“: Selbsthilfe lebt davon, sich selbst, aber auch anderen zu helfen. Du solltest dementsprechend bereit sein, dich organisatorisch einzubringen, um in der geschlossenen Gruppe teilzunehmen.
  • Freie Kapazitäten: Ein Wechsel ist nur möglich, wenn ein bestehendes Mitglied die geschlossene Gruppe verlässt und dadurch ein Platz frei wird.

Dieses Vorgehen hilft uns, die besondere Vertrauensbasis der geschlossenen Gruppe zu erhalten und gleichzeitig engagierten Mitgliedern der offenen Gruppe eine Perspektive zu bieten.