ADHS Hürdenläufer – Gemeinsam läuft’s besser!


  • Du möchtest mehr über AD(H)S erfahren?
  • Du hast ADHS oder ADS oder vermutest es?
  • Du bist Angehörige(r) / Freund(in) eines Menschen mit AD(H)S?
  • Du arbeitest mit Menschen mit AD(H)S, z.B. als Pädagoge oder Psychologe?

Hier bist du goldrichtig! Gerne helfe ich dir ADHS besser zu verstehen und damit umzugehen. Auf dieser Seite findest du meinen Blog und verschiedene Angebote wie Beratung, Infoveranstaltungen und Fortbildungen. Viel Spaß beim Stöbern! 

Hier geht es zu den ADHS Hürdenläufern.

KCM Münster e.V., vielen Dank!

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Ein herzliches Dankeschön an das KCM Münster e.V.

Unsere ADS SHG Münster hat das große Glück, die Räumlichkeiten des KCM Münster e.V. für unsere regelmäßigen Treffen nutzen zu dürfen – und dafür möchten wir an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön aussprechen!

Es ist nicht selbstverständlich, dass wir diese Möglichkeit bekommen, und wir wissen sie wirklich zu schätzen. Die Räumlichkeiten bieten uns genau den Raum, den wir brauchen, um uns in einer entspannten Atmosphäre auszutauschen, voneinander zu lernen und uns gegenseitig zu unterstützen. Es ist ein Ort, an dem wir offen über unsere Herausforderungen sprechen und gemeinsam nach Wegen suchen können, die uns weiterbringen.regenbogen

Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht so unkompliziert möglich, und deshalb möchten wir dem KCM Münster e.V. für die lange gute Zusammenarbeit und die tolle Gastfreundschaft danken. Eure Offenheit und euer Engagement machen einen echten Unterschied für uns – und das wissen wir zu schätzen!

Im Namen unserer gesamten Gruppe: Vielen Dank!

ADHS-Gesetze der Gruppe: Weil ohne Regeln das Chaos regiert

Auch wenn wir ADHSler:innen gerne ohne starre Regeln leben würden, ist es uns wichtig, dass jede:r bei unseren Treffen etwas für sich mitnehmen kann. Damit das funktioniert und sich alle wohlfühlen, haben wir hier einige einfache, aber unverhandelbare Regeln aufgestellt. Klar und verständlich – und mit einer Prise Humor, weil, na ja, das Leben manchmal so sein muss.

Regeln innerhalb und außerhalb der Treffen

Treffen- & Veranstaltungskalender

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Treffen-Dinge

Treffen Warteliste

Wichtige Infos zu den Treffen!!!
Treffen ausgebucht? Trag dich in die Warteliste ein.

Die Warteliste gilt nur für ausgebuchte Treffen.
Reservierungen für zukünftige Treffen sind nicht möglich.
Anmeldungen ausschließlich über die Internetseite.

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Warteliste und Abmeldung

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Treffen Abmeldung

Wichtige Info zur Abmeldung!!!
Abmeldung bis einen Tag vor einem Treffen 12:00 Uhr.

Sonst unter Umständen beim nächsten Treffen keine Teilnahme.
Bei mehrfachen späten Abmeldungen gibt es zusätzliche Einschränkungen.

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geschlossene Gruppe Sonntagvormittag KCM & Online

geschlossene Gruppe Sonntagvormittag im KCM

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Präsenz-Treffen I (nachmittags/Teilnahme möglich) KCM & Online

Präsenz-Treffen I (nachmittags/Teilnahme möglich) im KCM

Präsenz-Treffen I (nachmittags/Teilnahme möglich) Online

Treffen & Veranstaltungen

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Warum es erst mal schlechter wird/werden kann

Viele AD(H)Sler:innen kennen folgendes Phänomen: jahrelang hat man sich „durchgewuselt“, unterschiedliche Therapien gemacht, mal was geschafft, oft aber auch nicht, und irgendwie nie genau gewusst, was mit einem „nicht stimmt“.

Und dann, endlich, kommt jemand mit der möglichen Diagnose „ADHS/ADS“ um die Ecke. Man macht sich schlau, man erkennt sich, man wundert/ärgert sich/trauert oder ist auch wütend, warum das noch niemand eher entdeckt hat, schließlich sind doch alle Anzeichen und Symptome recht eindeutig.

Aber nu, jetzt kann es ja weitergehen. Endlich weiß man, was mit einem los ist, dann kann es ja gar nicht mehr so schwer sein, nun endlich überhaupt was zu tun, und das dann auch noch immer 100% richtig und vor allem so, wie man es gerne haben will: absolut perfekt.

Und dann kommt das böse erwachen. Zu wissen, dass man AD(H)S hat, ändert noch gar nix. Und das Schlimmste ist, dass man nun ja sogar weiß, womit man es zu tun hat, und trotzdem funktioniert es/man nicht.

Und dann kommen Medikamente ins Spiel: ohhh Shit…mit deren Wirkung kann man sich besser konzentrieren. Ist in Teilen ganz toll und sehr hilfreich, führt aber regelmäßig bei Menschen in negativen Denkschleifen und -mustern dazu, dass sie sich eben auch besser auf alles Negative konzentrieren können. Auf einmal erkennt man, dass man ja tatsächlich im Zentrum seines eigenen Universums steht, und auch für diverse Scheitereien selbst verantwortlich ist. Das ist noch nicht unbedingt das Ergebnis, welches man sich bei der Nutzung der Medikation versprochen hat.

Das gehört dazu. Sowohl die Wut, die Trauer, der Frust, weil man jahrelang auf unterschiedliche Erkrankungen behandelt wurde, viel Zeit verschenkt hat, und es doch eigentlich sehr offensichtlich war, dass AD(H)S die Ursache ist, als auch, dass man unter den neuen Bedingungen erst mal noch unsicherer und chaotischer ist, und Medikation erst mal gegenteilige Wirkung hat.

Meine Übersetzung dazu war seinerzeit:
Jemand ist bei Windstärke 10 einige Zeit mit seiner Angel auf einem Kutter auf dem Meer, und hat überhaupt kein Problem damit, auf dem schaukelnden Schiff zu sein. Ist mit Angeln beschäftigt, und merkt den Seegang dabei gar nicht.

Aber im Anschluss, wenn die Person wieder an Land ist, und das Schaukeln ist vorbei, dann geht es der Person plötzlich schlecht, weil das Schaukeln nicht mehr da ist, und keine Ablenkung vorhanden, um abzulenken….

Es dauert einfach, bis sich die veränderte Wahrnehmung auswirken kann. Wenn es vorher ohne Medis z.B. einen permanenten Gedankenstrom gab, in dem man sich immer mal wieder verlieren konnte, und da ist plötzlich Ruhe, weiß man das nicht einzuordnen, und reagiert aggro, weil es „anders“ ist…

Ja, AD(H)S und Geduld, dass sind so die Dinge, die überhaupt nicht miteinander harmonieren. Aber es ist nun mal so, dass man „mentale Pfade“, die über Jahrzehnte eingelatscht und etabliert wurden, binnen kürzester Zeit nicht mehr nutzt, und dafür „Alternativ-Strecken“ parat hat, die anders, ruhiger, geplanter, besser verlaufen. Dazu kommt, dass manche dieser Pfade durchaus Teile von „Überlebensstrategien“ sind, mit denen man sich durchgeschlagen hat, um sich zu schützen usw. Das lässt sich nicht so schnell verlernen, wie man es gerne hätte.

Kurze Erklärungen, die ADHS&ADS verständlich machen

Exekutive Dysfunktion fühlt sich an, als würde man versuchen, seine Hand auf einen heißen Herd zu legen. Egal, wie sehr man sich dazu zwingt, das Gehirn weigert sich.


Wie der Versuch, zwei ultrastarke Magnete mit der gleichen Polarität zusammenzudrücken. Und wenn man stärker drückt, erschöpft man sich nur schneller und sie werden sich niemals berühren. Medikamente sind wie der Austausch dieser starken Magnete gegen billige Kühlschrankmagnete. Sie wollen immer noch nicht von Natur aus zusammenkommen, aber der Widerstand dagegen ist erreichbar.


Die Bedienung eines ADHS-Gehirns ist wie das Fahren eines Sportwagens, der nur Vollgas oder Leerlauf geben kann und dessen Getriebe kaputt ist. Außerdem funktionieren Rechtsabbieger nur, wenn ein Unfall droht und das Navigationssystem auf Spanisch ist. Auf langen Geraden könnte man jeden überholen, muss aber durch eine belebte Innenstadt fahren. Andere Autofahrer hupen dich ständig an und sind sichtlich genervt von deinem Fahrstil.


Es ist, als würde man sein ganzes Leben mit einer schmutzigen Brille verbringen. An manchen Tagen ist es nur ein lästiger Fleck mitten in Ihrem Sichtfeld, an anderen Tagen sind sie so schmutzig, dass man sich nur auf die Couch setzen kann.

Man kann lernen, damit umzugehen, dass sie schmutzig sind. Man kann die Augen zusammenkneifen, Dinge näher ans Gesicht halten, sich einen größeren Monitor zulegen, sich mehr auf die Ohren verlassen oder sich einfach helleren und lebendigeren Bildern aussetzen. Doch oft sind diese Bewältigungsstrategien anstrengend, frustrierend und langwierig. Sie können sogar zu chronischer Migräne führen.

Medikamente (für diejenigen, bei denen sie wirken) sind wie das Reinigen der Brille. Es beseitigt das Hindernis für eine klare Sicht. Einige der Bewältigungsstrategien, die man gelernt hat, während die Brille schmutzig war, könnten immer noch nützlich sein, andere (insbesondere diejenigen, die Migräne verursachen) können jedoch endlich aufgegeben werden. Und das Gefühl der Erleichterung ist unglaublich.


Du fährst spät in der Nacht während eines heftigen Gewitters eine unbekannte Straße entlang! Du hast keine Ahnung, wohin du willst, aber du kannst nicht aufhören zu fahren. Du versuchst ständig, die Straßenschilder zu lesen, aber die Sicht ist schlecht. Und während das alles vor sich geht, sitzt ein Beifahrer mit einer Schrotflinte da und vögelt ständig mit den Radiosendern!!! Top 40, Hip-Hop, konservatives Talkradio, Sportgespräche, religiöse Gespräche, Heavy Metal, klassischer Rock, Old-School-Jams, zurück zu Sport, nationale Wetterstation, öffentlich zugängliche Station, ein Prairie-Hausbegleiter, Reggae, Salsa, religiöser Reden Sie, es ist Britney, Schlampe!, Wer hat den Hund rausgelassen?, 0800-Kars4Kids, Leiden Sie oder jemand, den Sie lieben, an Mesotheliom?…und so weiter und so weiter!!!!!!


Unser Gehirn funktioniert wie ein Ferrari-Motor mit Fahrradbremsen


Ich habe das Gefühl, dass meine Gedanken/Aufgaben wie ein Eimer voller Kaulquappen sind und ich versuche, hineinzugreifen und die richtige herauszuholen.


Mein Gehirn fühlt sich an, als würden in jedem Moment zwei Affen um eine Banane streiten. Wenn ich Adderall nehme, ist es, als gäbe es nur einen Affen und eine Banane (es ist ruhig).

Leute mit ADHS verstehen sofort, was ich meine, während meine neurotypischen Freunde sagen: „Das ergibt keinen Sinn. Was stellen die Banane und die Affen dar?“


Quellen: https://www.reddit.com/r/ADHD/comments/un62oy/whats_your_favorite_metaphor_used_to_describe/?tl=de
https://www.reddit.com/r/ADHD/comments/rg0vmw/what_metaphor_do_you_use_to_describe_your_adhd_to/?tl=de

Wenn wir unsern Rollstuhl sehen könnten

Der Mensch im echten Rollstuhl:

Stell dir vor, jemand kommt in einen Raum in einem Rollstuhl. Sofort ist sichtbar, dass dieser Mensch nicht in der Lage ist, zu stehen oder zu laufen. In der Regel reagieren die meisten Menschen mit Verständnis und bieten Hilfe an. Sie würden niemals auf die Idee kommen, von dieser Person zu verlangen, aufzustehen und durch den Raum zu gehen. Es gibt eine Anerkennung der Einschränkung, und man versucht, Barrieren zu entfernen – sei es durch Rampen, Aufzüge oder das Anbieten von Unterstützung.

Was aber, wenn das nicht so wäre? Wenn dieser Mensch im Rollstuhl ständig zu hören bekäme: „Jetzt streng dich doch mal an!“ oder „Es kann doch nicht so schwer sein, einfach aufzustehen!“ Das würde nicht nur für Frustration sorgen, sondern auch das Gefühl vermitteln, abgelehnt, nicht verstanden und in seiner Situation völlig allein gelassen zu sein. Die Person würde vielleicht anfangen, an sich selbst zu zweifeln, ihre Selbstachtung verlieren und irgendwann glauben, dass sie wirklich „faul“ oder „unfähig“ ist, obwohl ihre Einschränkung offensichtlich und real ist.

Der Mensch mit ADHS in einem „mentalen Rollstuhl“:

Nun übertragen wir das auf Menschen mit ADHS oder ADS, die in einem „mentalen Rollstuhl“ sitzen. Ihre Einschränkungen sind unsichtbar, aber nicht weniger real. Wenn sie Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, Aufgaben zu planen oder Gefühle zu regulieren, wird ihnen oft gesagt: „Streng dich mehr an!“, „Das musst du doch hinbekommen!“ oder „Reiß dich endlich zusammen!“. Von außen scheint es, als könnten sie sich doch einfach aufraffen, sich ordnen, „normal“ funktionieren – doch genau das ist für sie nicht ohne weiteres möglich.

Die Folgen für AD(H)Sler:innen sind ähnlich, wie sie bei der fiktiven Person im echten Rollstuhl wären, würde diese dem ausgesetzt sein, aber für AD(H)Sler:innen sind diese Erfahrungen real, weil die Einschränkung unsichtbar ist und das Verständnis dadurch ja komplett fehlt. Sie erleben Frustration, Scham und das Gefühl, ständig zu versagen. Wenn man ständig aufgefordert wird, „normal“ zu sein, obwohl einem das nicht möglich ist, zweifelt man nicht nur an seinen Fähigkeiten, sondern auch an seinem Wert. Das Selbstwertgefühl leidet enorm, und man entwickelt möglicherweise eine innere Überzeugung, dass man unfähig, faul oder nicht gut genug ist.

Das Fazit:

Während der Mensch im echten Rollstuhl meist auf Verständnis und Rücksicht stößt, werden Menschen mit ADHS oft als nicht ausreichend bemüht oder faul wahrgenommen. Doch genauso wie der Rollstuhl ein reales Hilfsmittel für physische Einschränkungen ist, brauchen Menschen mit ADHS Unterstützung, Akzeptanz und Verständnis, um mit ihrer unsichtbaren „Einschränkung“ umzugehen. Nur dann können sie lernen, mit ihren Herausforderungen umzugehen und ihren eigenen Weg zu finden – ohne ständig auf die „Klappe zu fallen“.


PS: Wichtig ist, dass diese Metapher keinesfalls eine Konkurrenz zwischen körperlichen und mentalen Einschränkungen darstellen soll. Beide Formen von Einschränkungen sind auf ihre eigene Weise herausfordernd und beeinträchtigen das Leben der Betroffenen erheblich. Während der Rollstuhl als Symbol für physische Barrieren dient, soll der „mentale Rollstuhl“ lediglich verdeutlichen, dass auch unsichtbare Hürden echten Einfluss auf den Alltag haben. Es geht darum, Verständnis und Empathie für unterschiedliche Erfahrungen zu schaffen, ohne dabei das Leiden der einen oder anderen Gruppe zu relativieren.